Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript.
reemers 170.jpgmölls 170.jpgbernd krüger 170.jpg
Radsportverein Staubwolke 09 Fischeln e.V.
peschges.pngwerbering
HomeAktuellesTermine TrainingBerichte ArchivTour Transalp 20091.Hülser Breetlook RennenWorld Juniors Cycling CupRadrennen 2013RTF Touren NewsTrainingslager 2014Trainingslager 2015Tour Transalp 2014News Archiv2013 News ArchivDezember 2013Oktober 2013September 2013Mai April 2013Feb März 2013Januar 2013Trainingslager 20132014 News ArchivJanuar NewsFebruar NewsMärz NewsApril NewsJuni NewsHennes JunkermannÖtztaler 2015Rund in FischelnRund in Fischeln 2017Fette Reifen Rennenvergangene RennenRund in Fischeln 2016Rund in Fischeln 2015Ergebnisse 2014Ergebnisse 2013RennradRennrad TrainingMTBMTBBerichte24h Duisburg 2013Pfingsten 2013Eifelmarathon 2013MTB Oberhausen24h Duisburg 2012Transalp 2007 Teil1Transalp 2007 Teil2Transalp 2007 Teil3MTB KidsMTB KidsKids aktuellKids Berichte ArchivBike Hero LuxemburgVerhaltensregelnunser VereinVorstand KontaktVereinsgeschichteChronikTrikots im Wandel der ZeitMitglied werdenoffizielle FormulareMediathekFotosVideosPresseLinks
Junkermann 170.pngrewe
Ötztaler Radmarathon 30.08.2015 in Sölden
_________________________________________________________________________________
termine.png
 News 2015
IMG_6971.JPG
Hast du noch kein Finisher Trikot ??? Februar 2015...
Staubwolke vs. Ötzi
Am 30. August 2015 startet die 35.Auflage des wohl härtesten Eintagesrennen im Amateurbereich, der Ötztaler Radmarathon. Die nüchternen Zahlen sind 238km versehen mit 5500Höhenmetern. Es sind nicht nur die vier Alpenpässe die bezwungen werden müssen, sondern auch die Wetter kapriolen und nicht zu vergessen der größte aller Gegner, der eigene Schweinehund. Eine Hand voll Radsportler der Staubwolke Fischeln möchte sich dieser Herausforderung stellen. Der Startschuss erfolgt um 6:45 in Sölden und führt hinunter nach Ötz, dann über den Kühtai 2200m mit einer Steigung von 18%, in eisiger Abfahrt an Kemanten , Insbruck, Matrei und Steinach vorbei zum Brenner. Bei anderen Sportarten würde man jetzt von Halbzeit sprechen, beim Ötzi“ geht es jetzt erst richtig los. Von Sterzing führt die Strecke hoch zum Jaufenpas auf 2090m und in Serpentinen wieder hinunter nach St.Leonard, wo extreme Temperaturunterschiede zum Startort keine Seltenheit sind. Nach nun anstrengenden ca. 180 gefahrenen Kilometern beginnt der letzte 29km lange Anstieg hinauf aufs Timmelsjoch 2509m NN. Dieser Punkt muss bis 19:30 erreicht sein um in die Wertung zu kommen. Unterbrochen von zähen Höhenmetern zur Mautstation beginnt die rasante Abfahrt zum Ziel nach Sölden. Vereinsintern steht die Bestzeit von 9:26min von Markus B.
Registrierung noch bis Ende Februar zur Startplatzverlosung :
http://www.oetztaler-radmarathon.com/de
Hast du noch kein Shirt, Melde dich an !!!!
Marcus J.
Finsher 2015:
Marcus J.
Ralf Kn.
Tobias E.
Martin K.
Markus B.
logo_radmarathon,method=render,prop=data.jpg
Project Ötztaler 2015

Unter dem Ötztaler Motto Lebe deinen Traum“ machten sich die 5 Staubwolke Fahrer Martin K., Ralf K., Marcus J., Markus B. und Tobias E. auf, um herauszufinden, wovon man beim Ötzi auf den 237km und 5500 Hm so träumt. Ralf und die beiden Marcus kannten die Veranstaltung schon von den Vorjahren.
Aber dieses Jahr sollte alles anders werden: Die Wetterprognose im Tal des Regens versprach Sonne, Sonne und nochmals Sonne.
Am Freitag sind wir zum Test die ersten 800 Hm zur Timmelsjoch Mautstation gefahren und die zeigten, das Radsportler mittleren Alters doch Zeit zum Akklimatisieren brauchen. Der Anstieg wurde zwar langsam gefahren, aber die Höhe ist für Niederrheinradler immer wieder ungewohnt. Am nächsten Morgen fuhren wir noch einmal dieselbe Belastung und siehe da, die Mautstation wurde mit weniger Geschnaufe“ erreicht.
Doch jetzt gehts los: Sonntag 6:30 Uhr rollten wir unter den letzten 150 Fahrern in den Startblock der 5000 Teilnehmer. Bei der zu erwartenden Fahrzeit von 10 h konnten wir uns 30 km nach Ötz abfallend einrollen“, ohne in den vorderen Gruppen in Tempohatz zu verfallen. Die ungewohnt hohen Temperaturen von 15 Grad um 6:00 Uhr und die zu erwartende 38 Grad in St.Leonard ließen bei der Trikotwahl leichtes Spiel. Kurz-kurz“ ab Kühtai, der gar nicht so schlimm erschien wie befürchtet. Die frische Muskulatur nahm dem Berg seinen Schrecken (und ein 32er Ritzel hinten), die freilaufenden Kühe am Streckenrand jedoch nicht! Sie zeigten einem imposant, wem der Gipfel gehört und querten ohne Beachtung der rechts-vor-links Regel die Strecke, halt mit eingebauter Vorfahrt. Die darauffolgende Abfahrt zeigte, wie aufmerksam man fahren muss, wenn ungeübte Kurvenjongleure und todesmutige Serpentinenjunkies bei Tempo 100 zusammen kamen. Da musste in mancher Kurve der Bremshebel ganz durchgezogen werden, weil manche Fahrer vor dir Angstbremsungen auf der Ideallinie machten. Das Flachstück bis Innsbruck bei Tempo 50 war der anstrengendste Teil bis dato, da unsere Gruppen meist unharmonisch und unrhythmisch versuchten, ein Radrennen innerhalb des Ötztalers zu entfachen. Trotzdem war es gut, eine Gruppe bei diesem Tempo zu finden, um voran zu kommen.
Der 37km-Anstieg hoch zum Brenner war geprägt von Gegenwind und in meiner Gruppe von eigentlich zu langsamen Tempo. Aber in Führung geht man dann in Erwartung des Jaufenpasses und mittlerweile hohen Temperaturen doch nicht gerne und so kam ich recht entspannt am Brenner an. Ab dem Brenner bei km 126 geht das Rennen dann auch erst richtig los, da jeder der zwei Pässe Jaufen und Timmelsjoch für sich alleine schon eine Herausforderung darstellen.
Der Jaufen lag leider nicht so viel im Schatten wie gehofft und so war ich froh, an der Labestation“ unterhalb der Passhöhe meine Flaschen und Trikottaschen auffüllen zu können. An dieser Stelle sei noch mal das alte Gesetz erwähnt, niemals im Wettkampf Neues zuprobieren. Denn die angebotenen Salz-Gels ließen die Schmerzen in Rücken und Beinen in den Hintergrund treten, vielmehr weil ich damit beschäftigt war, den Mageninhalt bei mir zu behalten Der schlechte Straßenbelag in der Abfahrt des Jaufen, erforderte bei gedrosselten 80km/h Abfahrtsgeschwindigkeit die volle Aufmerksamkeit und so kam ich plattfußfrei“ in St.Leonard an. Das gelang nicht Jedem.
Ab dort begann der letzte große Anstieg von rund 700 auf 2501 m über NN. Nachdem schon viele Kilometer bergauf hochgeschwitzt waren, kam dann die psychisch härteste Klatsche des Tages: Ein Schild mit der Aufschrift Timmelsjoch noch 22km“! Das Timmelsjoch nimmt von dieser Seite einfach kein Ende und so saßen am Streckenrand alle paar Meter erschöpfte Fahrer auf der Leitplanke, um sich von der Strapaze zu erholen, oder sich Krämpfe aus den Beinen zu dehnen. Auch wir sind nicht unkaputtbar und öfter als sonst wurde ein Schattenplatz zur kurzen Rast genutzt. Die Schlangen an den Bergquellen, Brunnen und von Zuschauern aufgebauten Wasserstellen wurden immer länger und die mentale Kraft schmolz mit jedem Sonnenstrahl von Kehre zu Kehre. Bei Tunnelfahrten versuchte jeder die Kühle zu absorbieren um seinen Kreislauf zu kühlen. Kurzes Glück im Dunkeln, aber mental sucht man jeden Strohhalm, der einen motiviert weiterzumachen. Ab der vorletzten Jause ging es in den Serpentinenteil des Passo Romba“ und bis zur letzten Wasserstelle erlebte jeder seinen Traum“ vom Ötztaler. An der letzten Labe, sah man tief unter sich noch die vorherige Verpflegungsstelle und ich dachte an die Zeit, als man damals“ noch da unten war und nach oben schaute. Leider waren es immer noch 7km bis oben und mit Stopp-and-go quält man sich endlos bis oben. Die Erlösung kam mit der Tunneldurchfahrt nach Österreich. Dort konnte ich meine Mitfahrer stehen lassen“, denn wenn es flach wird, kommt der Niederrheinradler in sein Metier. Die Abfahrt runter mit über 100 km/h auf der Geraden wurde zum Siegeszug, der Gegenanstieg zu Mautstation, weggedrückt. Ok nicht ganz weggedrückt, 200 Hm drückt Keiner mehr weg, an so einem Tag. Die uns gut bekannte Abfahrt nach Sölden konnte Vollgas gefahren werden und durch Glück fand ich eine gute Gruppe für die Flachstücke zwischendurch, so dass die letzten 20 km ins Ziel anaerob gebolzt wurden. Die Zieldurchfahrt war dann wie im Traum: Menschenmassen, Jubel, Schmerzen, Durst, Glück, zu viel des Guten nach der Anstrengung.
Jetzt duschen, Toilette, trinken, alles möglichst bald. Eine Unterkunft nahe am Ziel ist hier Gold wert. Alle trudelten nach einander von unserem Team ein, froh sturzfrei durch diesen tagesfüllenden Irrsinn gekommen zu sein. Von unserem Apartment konnte man die einzelnen Teilnehmer ins Ziel kommen sehen - und mit Jedem der länger brauchte als ich, fühlte ich mit. Diesen Marathon auch nur einige Minuten oder gar Stunden länger fahren zu müssen und seine Qual noch mehr auskosten zu müssen, erfüllt einen mit Respekt und Ehrfurcht. Jeder der bei dieser Hitzeschlacht ins Ziel kommt egal ob nach 7:00 oder bei Abenddämmerung nach 13:00 Stunden ist ein Sieger und erlebte seinen persönlichen Traum vom Ötztaler. Das bei ungewohnt trockenen Bedingungen macht Lust auf Mehrnur nicht so bald
Aber das haben Andere auch letztes Jahr so gesagt und waren doch mit am Start. Am Ende macht der Ötzi einen stolz. Und warum sollte man es noch doch nochmals wagen, wenn die Schmerzen längst vergessen sind?


IMG_20150828_180258.JPGIMG_20150829_113822.JPGIMG_20150829_133005.JPGIMG_20150829_133235.JPGsportograf-68744931_lowres.JPGsportograf-68849930_lowres.JPGsportograf-68865582_lowres.JPGIMG_0438.JPG